Die Musik

Compagnia Cinquecento:

Roman Seehon, Sabina Lehrmann, Christoph Eglhuber. (nicht zu sehen: Markus Bartholomé)

Typische Musik-Instrumente der Renaissance-Zeit

Folgende Instrumente sind auf der „Instrumental-Runde“ nach einem Bild von 1590 zu sehen:

von links nach rechts: Gambe, Querflöte, Laute, Fiedel, Schalmei, Harfe, Posaune, Zink(en), Virginal

Die Laute wurde im Mittelalter von den Arabern (Laute von arab. al’ûd) in den Süden Europas gebracht und entwickelte sich dann zu der heute üblichen Form mit abgesetztem Hals, einzelnem Schalloch und Bund­griffbrett. Sie breitete sich im 14. Jahrhundert über ganz Europa aus und wurde zum beherrschenden Hausmusikinstrument des 15./16. Jahr­hunderts. Man spielte alle Arten von Musik auf der Laute, z.B. Präludien, Lieder (Motetten), Tänze etc. Für die Laute gab es eine eigene Schreib­weise, die Lautentabulatur. Die Laute ist kein lautes Instrument, hat aber Dynamik, fesselt und reicht völlig aus, um ein tanzendes Paar durch einen choreographierten Tanz zu führen.

Die Fiedel, die Vorgängerin der Violine, wurde schon in Otfrids Evanglienbuch aus dem 9. Jahrhundert verzeichnet. Mit ihren drei bis sieben Saiten in Quint- und Quartstimmung, zwei davon Bordunsaiten (Bassbegleitung in Grundton und Quint), ist sie ein wichtiges mittel­alterliches Saiteninstrument. Gespielt wurde die Fidel meist auf der linken Schulter, aber auch quer vor dem Körper. Der Klang ähnelt dem einer Violine, ist aber etwas einfacher, „urtümlicher“.
Vgl. dazu: dtv-Atlas Musik, Bd 1, 39 (Gambe, Fiedel), 43 (Laute)

 … und gut zu wissen: Saiteninstrumente reagieren sehr empfindlich auf Temperatur- oder Luftfeuchtigkeitsschwankungen; außerdem ist live-Musik auf alten Instrumenten immer „lebendig“, also niemals mit dem sterilen, perfekten Klang einer CD zu vergleichen!